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Äh, was geht ab, Alda?

Hallo, liebe Schülerinnen und Schüler. Herzlich Willkommen zu unserem Podcast.

Fährt man in Deutschland mit einem der vielen öffentlichen Verkehrsmittel, sei es mit der U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, mit dem Bus oder Zug, dann überhört man so manch interessante Konversation, was unter Umständen ganz unterhaltsam sein kann.

Kürzlich hörte ich folgendes Gespräch in einem Regional-Express:

Eh, was geht, Digger?

Alda, isch hab misch gestern total abgeschädelt. 

Äh voll fett, Digger!

Wenn Sie jetzt nur Bahnhof verstanden haben, dann gehen Sie entweder auf Ihre dreißig zu oder sind noch älter; oder wenn du jünger bist, beherrscht du deutsche Jugendsprache nicht.

Die Interpretation des eben gehörten Dialogs lautet in etwa wie folgt:

Was gibt es Neues?

Mann, habe ich mich gestern aber betrunken.

Oh, das ist ja unglaublich.

DIE Jugendsprache gibt es eigentlich gar nicht, da sie sich ständig im Wandel befindet und von Alters -und Sozialgruppe abhängig ist. Jugendsprache unter 15-Jährigen in Berlin Grunewald z.B. hört sich anders an, als die ihrer Zeitgenossen aus Berlin Kreuzberg.

Warum nun wird Jugendsprache überhaupt benutzt? Mithilfe dieser können sich junge Leute von der Erwachsenenwelt abgrenzen. Sie dient ihrer Identitätsfindung, hat emotional-expressive aber auch konspirative Funktion und beschreibt außerdem Realien, die im Rahmen der jugendlichen Lebenswelt existieren. Oft kürzen Jugendliche durch ihre Wortwahl ab, wollen humorvoll, ironisch oder provokant wirken.

Man könnte Jugendsprache auch als eine Art Jargon oder Slang bezeichnen. Slang kommt aus dem Englischen und steht abgekürzt für Secret Language, die von Händlern auf Märkten benutzt wurde, damit die Konkurrenz sie nicht verstehen konnte. Jargon ist übrigens aus dem Französischen und bedeutete ursprünglich Kauderwelsch oder unverständliches Gemurmel.

So, dass soll’s für heute gewesen sein.

Ich hoffe das war fly oder lit, jedoch nicht wack. Dann haut mal rein!

Versprochen ist versprochen

Hallo liebe Schülerinnen und Schüler! Herzlich willkommen zu unserem neunten Podcast.

Das Thema heute: Versprochen ist versprochen

Ihr werdet euch sicherlich an unseren gestrigen Podcast vom 15. Oktober 2018 erinnern. Gar nicht so lange her, oder? Ich hatte ja nach der vierjährigen Pause versprochen, nun regelmäßig einen neuen Podcast zu veröffentlichen. Da versprochen nunmal versprochen ist und ich der Arbeit nicht abgeneigt bin, gibt’s heute schon den nächsten Podcast. Ihr könnt sehen, hier geht alles seinen geordneten Gang.

Nun werdet Ihr, eifrige Schülerinnen und Schüler, die ihr doch hoffentlich alle seid, gleich einmal im Wörterbuch, und hoffentlich nicht bei Goggle-Translate oder anderen Online-Quellen, nachschlagen, was das Verb “versprechen” eigentlich bedeutet. Dort steht: beim Sprechen versehentlich etwas anderes sagen. Das ist hier jedoch nicht der Fall, denn beim letzten Podcast habe ich mich nicht versprochen, sondern etwas versprochen, ich habe also etwas verbindlich erklärt bzw. zugesichert, nämlich einen regelmäßigen Podcast.

Also, versprochen ist versprochen, ich habe mein Versprechen eingehalten.

Das soll’s für heute gewesen sein. Bis zum nächsten Mal und Auf Wiederhören.